Laterale Führung ohne disziplinarische Macht

Um was geht es?

Führen ohne direkte Weisungsbefugnis wird immer häufiger. Die Tendenz zu flachen Hierarchien nimmt zu. Projektteams bilden sich temporär und müssen für den Zeitraum der Aufgabenbewältigung gut zusammenarbeiten. Der jeweilige Teamleiter soll die Teammitglieder ohne disziplinarische Funktion lenken und gute Leistungen bewirken. Hier entsteht bei Mitarbeitern häufig eine größere Unsicherheit darüber, wer sie eigentlich führt, den Ton angibt, und das Sagen hat.

Menschen steuern sich nicht alleine, sie brauchen einen Steuermann, der die Richtung kennt und das Team konsequent und sicher ans Ziel führt.

Das moderne Phänomen, das „Führung ohne Weisungsbefugnis“ oder „laterale Führung“ genannt wird, hat sich strukturmäßig als zeitgemäß erwiesen, bedarf aber besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse seitens des Teamleiters.

Manchmal regelt sich das Zusammenspiel von selbst, häufiger jedoch entstehen Blockaden, Mitarbeiter ziehen sich zurück oder werden nicht leistungsgerecht eingesetzt und gefördert. Die Wechselbereitschaft dieser Mitarbeiter steigt, weil sie sich nicht zugehörig fühlen.

Dennoch hat ein Teamleiter die gleichen Chancen wie klassische Führungskräfte, die mit formaler Macht ausgestattet sind. Auch wenn disziplinarische Befugnisse eingeschränkt sind oder fehlen, lassen sich gute Ergebnisse und zufriedene Mitarbeiter erzielen. Gesprächstechniken und spezifische Motivationsinstrumentarien spielen hier eine ausgeprägte Rolle. Die Persönlichkeit der Führungskraft steht mehr im Vordergrund als die Beurteilungsfunktion.

In diesem Seminar können eigene Unsicherheiten geklärt werden und gruppendynamische Prozesse und Verhaltensmuster in flachen Hierarchien und wechselnden Teams rechtzeitig erkannt und künftig situativ gesteuert werden.

Die Teilnehmer lernen, wie Regeln und nachhaltige Grundsätze aufgebaut sein müssen, damit Mitarbeiter diese freiwillig einhalten. Im Rahmen der Übungen wird den Teilnehmern deutlich, dass gute Führung sehr viel von der eigenen Autorität und weniger von Machtbefugnissen abhängt.

Als Führungskraft ohne direkte Weisungsbefugnis bereiten sie sich innerlich und methodisch auf Reaktionen und schwierige Verhaltensweisen ihrer Mitarbeiter vor und lernen sie souverän zu handhaben. Sprache und Körpersprache spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Teilnehmer lernen, was hinter Widerständen steckt und was sie im Konfliktfall unbedingt tun aber auch lassen sollten. Dabei lernen sie, was bloße Weisungen von selbstbestimmtem motiviertem Handeln unterscheidet und welche Instrumentarien Ihnen zur Verfügung stehen.

Sie lernen die Selbstverantwortung und die Eigeninitiative der Mitarbeiter zu fördern und gute Leistungen zu erzielen.

Auch in stressigen Situationen bleiben die Teilnehmer gelassen, weil sie die entsprechenden Methoden beherrschen, Menschen zu entwickeln und ihre Freude an der Arbeit zu intensivieren. Als Koordinator wissen sie Ihre Sprache und Körpersprache zu steuern und auch die Signale der anderen zu erkennen. Die Teamleiter sind akzeptiert, weil Sie verlässlich und berechenbar sind, eine fördernde Gesprächskultur etablieren und Regeln vereinbaren, die den Teamgeist fördern.

Ihr Nutzen

Sie erkennen Ihre emotionale Intelligenz und verstärken Feingefühl und Ihre Wahrnehmungsfähigkeit, Diplomatie und Einfühlungsvermögen.

In kritischen Alltagssituationen fördern Sie den Leistungs- und Teamgedanken- trotz und gerade weil Ihnen Weisungsbefugnis fehlt.

Auch im Spannungsfeld zwischen Kollegen, Team und Vorgesetzten lernen Sie sich klar zu positionieren und eindeutige Zielvorgaben zu erarbeiten. Sie lernen, die Ideen Ihrer Teammitglieder einzubeziehen und dabei Ihre Ziele noch effizienter zu erreichen.

Sie lernen, Einfluss zu nehmen ohne Ihre Kompetenzen und Befugnisse zu überschreiten. Sie arbeiten am Ausbau Ihrer Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Sie erweitern Ihre Handlungskompetenz, um sich künftig noch souveräner zwischen Macht, Vertrauen und Akzeptanz bewegen zu können und auch Krisensituationen zu meistern.

Dieses Training ist auf die persönlichen Führungspotenziale und Führungsziele im Praxisalltag gerichtet. Besondere individuelle Stärken sollen noch wirkungsvoller eingesetzt werden und den differenzierten Umgang mit Defiziten ermöglichen. Mögliche Widersprüche zwischen Führungsanspruch und praktiziertem Führungsstil werden sichtbar und effiziente Lösungswege entwickelt.

Sie trainieren wichtige Methoden und Techniken, um die Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit Ihrer Mitarbeiter spürbar zu steigern.

Das Training richtet sich an Führungskräfte, die sich selbst fordern und ehrgeizige Zielsetzungen haben in der persönlichen und beruflichen Karriere. Sie haben gemeinsam mit ihren Mitarbeitern ein größeres Ziel vor Augen, wollen diese einbinden, miteinander an diesem Ziel arbeiten und ihnen Unterstützung und Anerkennung vermitteln. Dieses Training zeigt Ihnen, auch im Erfahrungsaustausch mit den Kollegen, wie Sie dieses Ziel auf Ihrem persönlichen Wege erreichen.

Inhalte

Grundprinzipien lateraler Führung

  • Wie Führung in flachen Hierarchien funktioniert
  • Zentrale Prinzipien der lateralen Führung
  • Führung ohne Macht in Zeiten demografischen Wandels
  • Einflussnahme ohne formale Macht als Chance
  • Bewusster Umgang mit der Sandwichproblematik
  • Abstecken des eigenen Handlungsrahmens

Die eigene Rolle und Funktion

  • Die richtige Balance zwischen eigenen Zielen, Motiven der Teammitglieder und Zielen der Vorgesetzten
  • Die Triangel des Erfolgs: Technik, Disziplin, Menschenkenntnis
  • Wie sich Menschen unabhängig von Macht gewinnen lassen
  • Wie sich Vertrauen und Wertschätzung etablieren lassen
  • Wie sich fehlende Machtbefugnisse ausgleichen lassen
  • Anforderungen an Organisation, Mitarbeiter, Vorgesetzte
  • Möglichkeiten und Grenzen der lateralen Führung
  • Ihre Rolle und Akzeptanz im Umfeld unklarer Machtverhältnisse
  • Innere Haltung und persönliche Einstellung- sich abgrenzen ohne dabei überheblich zu sein
  • Was unterscheidet Führungskräfte von Führungspersönlichkeiten?
  • Was zeichnet starke Persönlichkeiten aus?
  • Die Führungskraft in der Rolle als Stratege, Visionär, Macher und Coach
  • Wie entwickle ich meine Leadership - Fähigkeiten?
  • Wo lohnt es, an sich zu arbeiten?
  • Wie gewinnt man noch mehr an Ausstrahlung und sozialer Kompetenz?

Die Führung von Mitarbeitern ohne Machtfunktion

  • Der gezielte Umgang mit Leistungsschwächeren und Unwilligen
  • Bewältigung von Unsicherheit, Leistungsdruck und Erwartungen
  • Individuelle Interessenlagen und Motivationsstrukturen erkennen
  • Fragetechniken und Delegation als Führungsinstrumente einsetzen
  • Die Funktion von Regeln und Werten
  • Gezielte Mitarbeiter-Potenzialförderung durch Fragetechnik und Coaching
  • Die strategische Balance halten: Mitarbeiter fordern, fördern und begeistern

Umgang mit schwierigen Situationen

  • Kommunizieren von „unbeliebten“ Entscheidungen des Managements
  • Wie Sie bei Widerständen intervenieren und Blockaden auflösen
  • Umgang mit gruppendynamischen Prozessen
  • Blockaden und Widerstände rechtzeitig erkennen und erfolgreich steuern
  • Die klare Positionierung im Konfliktfall
  • Ideen und Anliegen der Mitarbeiter nach außen und oben schützen
  • Techniken der Konfliktmoderation
  • Konstruktive Konfliktlösung durch Fragekompetenz
  • Was tun, wenn die Kooperation und Rückmeldung von oben fehlt?
  • Handlungsfähigkeit im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Loyalität
  • Erkennen und Lösen rollenspezifischer Konflikte
  • Die Steuerung emotionaler Prozesse als Bedingung für Spitzenleistungen.

Zielgruppe

Das Training richtet sich an Führungskräfte, die ihre persönlichen Führungskompetenzen auf Stärken und Schwächen überprüfen möchten, an ihrer emotionalen Intelligenz arbeiten wollen und ihre Wirkung auf Mitarbeiter erhöhen möchten. Dabei geht es um die Förderung vorhandener Potenziale und Stärken, um das gesamte Team zu herausragenden Leistungen zu bewegen.

Methoden

Trainerinput, Selbstreflexion, Alltagssimulation anhand von Teilnehmerfällen, Kleingruppenübungen, Erfahrungsaustausch im Plenum und kollegiale Beratung, Kurzvorträge, Active-Learning-Übungen, Ankerübungen, wirksame Lernsteuerung und Transfersicherung zur Nachhaltigkeit, Techniken zur Selbstkontrolle


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