Aufbau und Führung agiler Teamstrukturen

Um was geht es?

Wie nie zuvor müssen Unternehmen und ihre Führungskräfte und Mitarbeiter beweglich und offen für fortlaufende Veränderungen und Neuanpassungen sein.

Dies betrifft u.a. die Erfüllung individualisierter Kundenbedürfnisse und Marktbedingungen, sowie die Steigerung an Effektivität und Schnelligkeit. Um hier „nach außen“ wettbewerbsfähig zu sein, verändern Unternehmen zunehmend ihre internen Strukturen. Flachere Hierarchien und selbstverantwortlich arbeitende Teams eröffnen flexiblere und zeitnahe Handlungsoptionen.

In der Zeit um die Jahrtausendwende sprachen einige junge Leute von ihrem Arbeitsplatz, wenn sie vom Programmieren neuer Computerprogramme in Partyatmosphäre redeten. Einst belächelt, ist die Idee, Arbeit ganz anders zu denken und zu leben, jedoch auch bei vielen Unternehmen angekommen. Auch etablierte Firmen wollen sich von der Agilität der aufstrebenden Startups eine Scheibe abschneiden, und das mit gutem Grund:

  1. Der technologische Fortschritt ist heute schneller als unsere Lernkurve. Der Umgang mit wachsender Komplexität und „Unwissen“ verlangen neue Entscheidungsheuristiken für Führungskräfte und neue Wege in der Zusammenarbeit.
  2. Disruptive Innovationen und Digitalisierung ermöglichen neuartige Geschäftsmodelle und die Erschließung globaler Märkte. Gleichzeitig zwingt es Unternehmen, ihre Strategien ständig zu hinterfragen und fortwährend anzupassen.
  3. Die Generation Y und Z prägt unsere Gesellschaft mit ihren Wertevorstellungen als Kunden, Mitarbeiter und Führungskräfte. Für Organisationen ist es eine der größten Herausforderungen, diese jungen Menschen für sich zu gewinnen, zu binden und zu motivieren. Führungskräfte müssen lernen, Kontrolle und Macht abzugeben. Zudem ist auch wichtig, ihre Selbstwahrnehmung zu stärken und oft auch eine Verschiebung der persönlichen Werte zu verarbeiten. Und das ist anspruchsvoll. Bei der Teamführung wird viel Wert auf effektiv arbeitende Teamkollegen gelegt. „Gemischte „Teamstrukturen“ gelten als zukunftsweisend. Neben klassisch arbeitenden Teamkollegen, die in genau definierten Aufgabengebieten tätig sind, entstehen sog. agile Teams, die zeitlich und projektbezogen flexibel einsetzbar sind. Und es gibt Teammitglieder, die im Umbruch sind und sich agiler aufstellen wollen. Alle drei Teamstrukturen erheben unterschiedliche Ansprüche und sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte müssen hier neue Fähigkeiten und Einstellungen entwickeln, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Führung unterschiedlicher Teamstrukturen bedarf besonderer Kenntnisse und Fertigkeiten. So sollten Führungskräfte einschätzen können, welche Teamstrukturen sie benötigen, um den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden. Zudem müssen sie das Teampotenzial der jeweiligen Mitarbeiter sicher einschätzen, entscheiden, in welcher Teamstruktur jeder am besten passt und individuell zu fördern ist.

Ihr Nutzen

Die Teilnehmer setzen sich mit den Anforderungen in ihrem Arbeitsbereich und den dafür notwendigen Teamstrukturen auseinander.

Sie lernen, Mitarbeiterpotenziale und die passende Teamstruktur realistisch einzuschätzen und individuell zu fördern. Sie wissen, wie sie unterschiedliche Charaktere und Bedürfnisse rechtzeitig weiterentwickeln, um den neuen Anforderungen im Team zu entsprechen. Sie erkennen die Signale, wenn ein Mitarbeiter unter- oder überfordert ist und reagieren entsprechend. Ziel sind vielseitige und flexible Mitarbeiter, die die Ziele der Führungskraft unterstützen und das Unternehmen voranbringen. Mit passend eingesetzten Mitarbeitern, die mit ihren Aufgaben wachsen, lassen sich gute Ergebnisse erzielen und das Motivationslevel hochhalten.

Das Seminar zeigt auf, warum „Business Agility“ kein Modetrend des Managements, sondern ein Überlebensprogramm für die organisationale Zukunft ist. Dabei wird beleuchtet, was hinter dem Begriff „Agilität“ tatsächlich steckt und was notwendig ist, um aus einer trägen, angepassten Organisation ein vitales, schlagkräftiges Unternehmen zu machen. Neben der Vorstellung einiger wichtiger agilen Methoden bzw. Werkzeuge wird den Teilnehmern schwerpunktmäßig vermittelt, wie eine agile Kultur im Unternehmen etabliert wird. Führungskräfte lernen, wie sie in ihrem Verantwortungsbereich agile Prinzipien anwenden und dabei Schritt für Schritt flexible Strukturen aufbauen und eigenverantwortliche Teams entwickeln.

Inhalte

Was hinter „Business Agility“ tatsächlich steckt

  • Modeerscheinung oder Megatrend? – agiles Management von seinen Ursprüngen her verstehen
  • Das Geheimnis von „Agile“ – die Verbindung von alten Werten und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Das ist Agile! – Modelle, Methoden, Prinzipien und Werkzeuge

Agile Tuning – klare Startbedingungen für die agile Erneuerung

  • Adoption vs. Transformation – Wohin soll die Reise gehen?
  • Bestandsaufnahme – Möglichkeiten und Limits auf der Mitarbeiterseite
  • Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Tuning der „agilen“ Ziele

Agile Management – Bausteine vitaler Arbeit

  • Agile Führung- berufen, befreit, verbunden – Grundlagen und Kennzeichen agiler Führung
  • Agile Prozesse- neuer Schwung für die Organisation – agile Methoden &Tools
  • Agile Strukturen: Chef einmal anders – agile Teams aufbauen

Agile Culture – Anpassungsfähigkeit, die von innen kommt

  • Grundlage der Transformation – das Kultur-Modell nach William Schneider
  • Mit menschlichen Ambivalenzen umgehen – die Seele verstehen, den Mindset verändern
  • Verlängerter Hebel – die zweite Dimension der agilen Prinzipien und Werkzeuge

Agiler Führungsstil

  • Selbstreflexion und Einsatz von Ratio, Emotion und Intuition
  • Führung bei hoher Marktdynamik, Transparenz und Corporate Responsibility
  • Teams motivieren bei hohem Innovationsdruck und „radikaler“ Kundenausrichtung
  • Mitarbeiter situativ einbinden und Selbstverantwortung fördern
  • Eine neue Fehlerkultur leben und Transparenz fördern
  • Heterogene Teammitglieder individuell fördern und fordern
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Prozesspartnern
  • Aufbau und Pflege von Netzwerkpartnerschaften

Methode

Trainerinput, Selbstreflexion, Alltagssimulation anhand von Teilnehmerfällen, Kleingruppenübungen, Erfahrungsaustausch im Plenum und kollegiale Beratung, Kurzvorträge, Active-Learning-Übungen, Ankerübungen, wirksame Lernsteuerung und Transfersicherung zur Nachhaltigkeit


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